Poll bei Viktoria: "Jeder denkt: Jetzt wackeln sie"

In der Kreisliga A will Viktoria Köln II am kommenden Sonntag gegen den VfL Rheingold Poll eine Reaktion zeigen nach der Pleite beim SC West.

Am vergangenen Sonntag erwischte es den FC Viktoria Köln II erstmals: Beim SC West kassierten die Höhenberger im 10. Saisonspiel die erste Niederlage (0:3). Auf die klägliche Niederlage soll nun im folgenden Heimspiel am Sonntag (25.10. ab 13.30 Uhr) eine Reaktion gezeigt werden. Die Gäste vom VfL Rheingold Poll sind jedoch nicht gerade Kanonenfutter.

Die Reaktionen auf die erste Saisonniederlage der Zweitvertretung des polarisierenden FC Viktoria waren vielseitig. Auch viel Schadenfreude gab es für das Team von Trainer Özkan Turp nach dem 0:3 beim Bezirksliga-Absteiger SC West. "Wir wissen, was alle denken: 'Jetzt wackeln sie'", sagt Turp mit einem Lächeln. "Aber wir lassen uns nicht verrückt machen. Die Rolle des Aufstiegsfavoriten haben wir uns nicht gegeben. Wir sind gerade erst aufgestiegen und weiter auf einem guten Weg. Wenn ich sehe, dass Holweide ein 5:5 gegen uns feiert wie eine Meisterschaft und der SC West nach dem Sieg eine 'Humba' auf dem Platz macht, muss ich schon staunen. Das hat sicher auch mit dem roten V zutun. Es ist aber auch geil, als Spitzenteam gesehen zu werden. Erst recht, wenn man die Rolle ausfüllt."

Das gelang den Viktorianern abgesehen vom vergangenen Sonntag in erstaunlicher Regelmäßigkeit. Nun will Turp eine Reaktion auf die Niederlage an der Apenrader Straße sehen. Gegen Rheingold Poll keine leichte Aufgabe, denn auch das Team von VfL-Trainer Manuel Schmidt gehört zu den besten der Liga. Außerdem beschäftigen die Höhenberger weiterhin personelle Sorgen. Die langzeitverletzten Bertrand Kai-Yong, Dennis Eßer, Abdelhamid Aharroud sind auch weiterhin keine Option, nun fehlen auch noch Berkay Uyar und Kapitän Michael Dornbach. "Wir kämpfen auf dünnem Eis, am Ende sind auch die übrigen Spieler eine schlagkräftige Mannschaft", weiß Turp.

Autor: Daniel Sobolewski / Rheinfussball.de