Coach Schmidt: "Selten eine so gut spielende Mannschaft gesehen"

VfL Rheingold Poll I - SpVg. Flittard 3:4  (Halbzeit 2:1)

Im Spitzenspiel der Kreisliga A verkaufte sich Rheingold Poll teuer, zog am vergangenen Montag gegen bärenstarke Nordkölner aber den Kürzeren.

Das Topspiel der Kölner Kreisliga A hielt was es versprach: Der ungeschlagene VfL Rheingold Poll empfing zum 7. Spieltag den ebenfalls ungeschlagenen Tabellenführer SpVg. Flittard. Trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung konnte man die Spielvereinigung nicht stoppen und unterlag am Ende 3:4 (2:1). Von VfL-Trainer Manuel Schmidt gab es nach der Partie für beide Teams jede Menge Lob.

Grundsätzlich ist eine Niederlage nach einer 2:0-Führung immer schmerzhaft. Nicht aber, wenn er Gegner einfach "eine Nummer zu groß war". So der Fall im Spitzenspiel zwischen den ersten beiden Teams der Kreisliga A. Mit makelloser Bilanz gingen beide Teams in die Partie, der Gastgeber erwischte dabei eine Start nach Maß: Bereits nach drei Minute schepperte es im Gehäuse der Gäste, Behaija Karic netzte zur frühen Führung ein. Eine knappe Viertelstunde später ertönte der Pfiff des Unparteiischen, Elfmeter für Poll. Dominik Müller nahm sich der Herausforderung an und erhöhte auf 2:0 (17.). Für Flittard kein Grund, das Spiel abzuschenken, haben sie in dieser Saison nicht erst einmal bewiesen, dass sie mit Rückständen umgehen können. Noch vor der Halbzeit erzielte Michael Glombik den 1:2-Anschlusstreffer für die Gäste (38.).

Doppelschlag schockt Poll

Nach dem Pausentee machte Flittard da weiter, wo sie vor der Halbzeit aufgehört haben: Nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff traf Sascha Schwiening zum 2:2, Robin Lehmann brachte Flittard drei Minuten später in Führung. "Ich habe selten so eine gut spielende Mannschaft in der Kreisliga A gesehen. In den vorderen zwei Reihen haben sie so viele gute Fußballer. Man muss nach dem Spiel klar sagen, dass die bessere und aktiviere Mannschaft gewonnen hat. Das müssen wir neidlos anerkennen", geizte VfL-Trainer Schmidt nicht mit Komplimenten für den Gegner. Die Vorentscheidung einer hochklassigen Partie besorgte Sven Zivoder in der 87. Minute, der 3:4-Anschlusstreffer erneut durch Karic in der 89. Minute bedeutete lediglich Ergebniskosmetik.

Trotzdem konnte Poll mit der Leistung zufrieden sein: "Die Niederlage ist okay, ich mache der Mannschaft da keinen Vorwurf. Nichts desto trotz hätten wir nach der 2:0-Führung gerne was in der Hand gehabt. Das war auch möglich, aber Flittard hatte einen sehr guten Tag, da hatten wir nichts entgegen zubringen. Ich kann mir auch nur ganz schwer vorstellen, dass die aufzuhalten sind. Wir haben versucht, uns so gut wie möglich zu verkaufen. Das haben wir die erste Halbzeit gut geschafft", so Schmidt.

Autor: Oliver Stopperich / Rheinfussball.de