Auswärtssieg für Rheingold Poll beim FV Wiehl

FV Wiehl II – VfL Rheingold Poll 0:1 (Halbzeit 0:1)

Nach 16 Siegen vor eigenem Publikum in Serie hat sich der Heimnimbus der Wiehler Reserve in Luft aufgelöst. Mitaufsteiger Poll entführte die drei Punkte am vergangenen Sonntag von der Eichhardt.

Trotz eines klaren Chancenplus für die Gastgeber nicht unverdient, wie Trainer Jan Kordt fand. "Der Gegner stand gut und wir waren vorne nicht clever genug." Er war wegen Verletzungen und Sperren zu Umstellungen gezwungen. Unterstützung aus der 1. Mannschaft gab es in Person von Dominik Knotte und Lukas Hoffmann, gelernte Sechser fehlten jedoch in der Startformation.
 
Sicherlich einer der spielhemmenden Faktoren im ersten Durchgang. "Wir haben schlecht in die Partie gefunden und waren unkonzentriert", so Kordt. Dies traf definitiv auf Florian Liebelt zu, der nach einem verunglückten Pass von Polls Torwart Maxim Albov frei vor dem Kasten auftauchte, dann allerdings einen Querpass ins Nirwana spielte (15.). "So eine Möglichkeit muss man nutzen", ärgerte sich Kordt über die vergebene Hundertprozentige. Nach einer halben Stunde bekam Poll einen Freistoß an der Strafraumkante zugesprochen. Giuseppe Basile versenkte den Standard flach im Eck.
 
Anschließend hatte Alexander Küsters zweimal den Ausgleich auf dem Fuß: Zunächst wartete er zu lang mit dem Abschluss (38.), in der 44. Minute besaß er alle Zeit der Welt, um das Spielgerät im Sechszehner zu kontrollieren. Er nahm den Ball aber direkt mit dem Kopf – eindeutig die schlechtere Variante. Kordt setzte in der Halbzeit mit zwei Wechseln ein Zeichen und tatsächlich wirkte Wiehl im zweiten Durchgang präsenter, ohne die Glanzpolitur herauszuholen.                     

Nach einer Annäherung der Gäste (50.) verpasste der eingewechselte Mustafa Neziroglu in der Zentrale ein Zuspiel von Tobias Gottwald (57.). Eine Flanke von Küsters klatschte an den Pfosten, den Nachschuss von Marius Hans wehrte Albov ab (77.). Danach versuchten es Küsters (zweimal), Nick Pawlik und Neziroglu – jeweils abgeblockt von den jetzt vollends in die Defensive gedrängten Kölnern. Als Bastian Schwarz mit einem Kopfball aus kürzester Entfernung am Außennetz scheiterte (90.), stand endgültig fest, dass es für Kordt und Co. nichts zu ernten gibt.
 
"In der letzten Saison hätten wir aus den Gelegenheiten zwei, drei Tore gemacht", war der Coach sich sicher. "Das Spiel hat gezeigt, dass in dieser Liga Kleinigkeiten entscheiden. Durch diesen Lernprozess müssen die Jungs jetzt durch. Von einigen kam heute zu wenig."

Autor: Oberberg Aktuell, lo / Oberberg-Aktuell.de