Wiehl II mit Notbesetzung auf verlorenem Posten in Poll

VfL Rheingold Poll - FV Wiehl II 3:0 (Halbzeit 0:0)

Die Wiehler Reserve erlitt am Sonntag beim Auswärtsspiel in Köln-Poll im Kampf um den Klassenerhalt einen herben Rückschlag und muss sich im Klassement wieder ganz hinten anstellen.

Trainer Jan Kordt reiste mit gerade einmal 13 Spielern zum heimstarken Mitaufsteiger und zog sogar selbst die Fußballstiefel an, um im absoluten Notfall einzuspringen. Die Anfangsphase gestaltete sein Team  offen, Alexander Küsters fand mit seinem Zuspiel in die Mitte keinen Abnehmer (12.). Danach häuften sich die Patzer - und die Poller besaßen Chancen in Hülle und Fülle. "Der Gegner wurde immer dann gefährlich, wenn wir uns Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung erlaubt haben", schilderte Kordt. Nick Pawlik hätte den Spielverlauf beinahe auf den Kopf gestellt, traf jedoch in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig (38.).

Zwei Minuten nach Wiederbeginn gelang den Gastgeber das überfällige 1:0. Weiteres Ungemach verhinderten Torwart Pascal Rüsche und die Torumrandung (51., 54., 66.), ehe der VfL den zweiten Treffer nachlegte. Dass der Keeper der Hausherren wegen einer angeblichen Notbremse seinen Platz räumen musste, empfand Kordt als eine überharte Entscheidung. Obwohl die Gäste die Schlussminuten in Überzahl verbrachten, war die Messe gelesen, zumal Pawlik eine Premiumchance auf den Anschlusstreffer vergab: Er hatte den Schlussmann bereits umkurvt, rutschte aber vor dem leeren Kasten aus (84.). Mit dem Abpfiff erzielte Poll den Endstand. "Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie laufen, kämpfen und machen. Allerdings ist unsere Fehlerquote für diese Liga einfach zu hoch", konstatierte Kordt.

Tore: 1:0 (47.), 2:0 (66.), 3:0 (90.)

Besonderes Vorkommnis: Rot gegen den Poller Torwart (77. Notbremse)

FV Wiehl II: Pascal Rüsche; Lukas Engeln, Bastian Schwarz, Simon Scharfenberg, Philipp Sulzer, Nick Pawlik, Mats Bollmann, Jonas Baier (60. Pantaleo Stomeo), Florian Liebelt, Alexander Küsters, Yannik Clemens (65. Jo Sasahara)

Autor: Oberberg Aktuell, lo / Oberberg-Aktuell.de