VfL Poll fängt sich fürchterliches Debakel bei Viktoria Frechen

DJK Viktoria Frechen - VfL Rheingold Poll 6:1 (Halbzeit 3:0)

Fanroth/Trovato-Elf fällt unerklärlich in sich zusammen - Maamoun betreibt Ergebniskosmetik - Am Dienstag Pokal-Halbfinale zu Hause vs. SG Worringen und Sonntag kommt die SpVg. Flittard!

Mit einer herben 6:1 (3:0)-Abfuhr kehrte der VfL Poll vom Gastspiel bei DJK Viktoria Köln zurück. Damit bleibt die Mannschaft vom Trainergespann Andre Fanroth und Salva Trovato auch im vierten Spiel ohne Sieg und sackte durch dieses Debakel auf den letzten Tabellenplatz der Bezirksliga. Die Equipe ist zwar in Sachen Kreispokal recht erfolgreich, wo morgen die Halbfinalbegegnung gegen den Landesligisten SG Worringen auf dem Plan steht, kommt aber in der Meisterschaft nicht aus den Pötten heraus. Im Spiel in Frechen begann die Mannschaft eigentlich recht ordentlich. In der 12. Min. scheiterte Spitali mit einem 20m-Freistoß, der in der Viktoria-Mauer hängen blieb.

Der Gastgeber setzte nach 15 Minuten ein erstes Ausrufezeichen. Ein Distanzschuss konnte vom Poller Keeper zur Ecke geklärt werden. 5 Minuten später leistete sich der Poller Schlussmann zunächst eine schwache Abwehr, konnte aber gleich im Folgemoment meisterlich mit einer Parade klären. Insgesamt agierten beide Mannschaften mit vielen langen Bällen, die aber eine leichte Beute der jeweiligen Defensivabteilungen wurde. Kurz vor der Halbzeit leisteten sich die Poller eine unerklärliche Konzentrationslosigkeit und verloren das Spiel innerhalb von 120 Sekunden.

In der 44. Min. war die Fanroth/Trovato-Abwehr bei einem Frechener Angriff unsortiert und Viktoria-Stürmer Kursunlu konnte eine scharfe Hereingabe locker über die Linie zum 1:0 schieben. Und der nächste Treffer fiel nur 50 Sekunden nach dem Führungstor! Ähnlich wie das 1:0 kam wieder eine scharfe Hereingabe in den Strafraum und diesmal war es Michels, der unbedrängt im 5m-Raum das 2:0 markieren konnte. Die Gäste standen in dieser Phase völlig neben sich und hatten einen totalen Black-out. Und es kam in dem Moment noch schlimmer. Erneut war es Kursunlu der diese regelrechte Auflösungserscheinung brutal nutzte und an verdutzten Poller Akteuren sogar noch das 3:0 für die Hausherren herausschoss. Drei Gegentreffer in 120 Sekunden!

Auch nach dem Wechsel ging das muntere Toreschießen weiter. Nur eine Minute nach Wiederanpfiff lag der Ball erneut im Poller Kasten. Viktorias Runkel kam 12m vor dem gegnerischen Tor frei zum Schuß und setzte das Leder zum 4:0 in die Maschen. Es dauerte sage und schreibe bis zur 62. Minute, als es wieder ein Lebenszeichen in der Offensive der Poller Gäste gab. Nach einer Flanke von Spitali nahm Klein den Ball direkt und traf den Pfosten. Die Viktoria spielte jetzt ihren Stiefel eiskalt runter. Nach 70 Minuten hatte Frechen eine regelrechte 3-fach-Chance, wo am Ende Kursunlu den Durchblick behielt und aus abseitsverdächtiger Position das 5:0 erzielte.

Eine Viertelstunde vor dem Ende war es erneut Klein, dessen Schuss knapp am Viktoria Kasten vorbei schepperte. Zwei Minuten später stellte Viktoria-Akteur Evora das Ergebnis auf 6:0. Dabei dribbelte er von der Rechtsaußen-Position völlig unbedrängt in den Strafraum ein, ließ zwei Poller Verteidiger wie Schuljungen stehen und drosch das Leder aus spitzem Winkel ins Tornetz zum halben Dutzend. 10 Minuten vor dem Ende kamen die Gäste noch einmal zu einer guten Torchance. Erneut hatte Spitali einen scharfen Ball in den Strafraum geschlagen, fand in Tornambé einen Abnehmer, dessen Kopfball aber am Tor vorbeistrich.

Für die Ergebniskosmetik sorgte dann Maamoun, der eine Hurckes-Flanke per Kopf im Viktoria-Kasten versenken konnte - 6:1. Danach war Schluss, wo die treuen Poller Fans eine absolut enttäuschende Leistung des VfL zu sehen bekamen. Ausgerechnet jetzt kommt am nächsten Sonntag Landesliga-Absteiger SpVg. Flittard in die „Poller Gracht“.

VfL Rheingold Poll:
Aboutaleb Dejgahipour, Marius Mauss (46. Chafiq Maamoun), Dominik Müller, Nico Hoffmann (46. Enrico Interrante), Hiroki Yanagisawa, Marco Rennen, Tufan Zenginer, Dominic Spitali, Julian Potisk (60. Maurice Radschuweit), Kevin Klein (77. Alberto Tornambé), Jannis Hurckes - Trainer: Salvatore Trovato - Trainer: André Fanroth
DJK Viktoria Frechen:
Markus Schopp, Burak Özmen, Jan Birkenheier, Justin Witt, Jonathan Cliff Oyebade, Carmelo Petrucci, Oliver Runkel (86. Igor Shames), Christopher Adamczyk, Thomas Michels (68. Vinicio Antonio Evora), Daniel Runkel, Elyesa Kursunlu (84. Adriano Langheinrich) - Trainer: Cüneyt Karaca

Autor: Porz-Online.de / www.porz-online.de